Kinderzuschlag wird angehoben

Kinderzuschlag wird angehobenGute Nachrichten für die Familien mit geringem Einkommen in Deutschland. Die finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Familien mit Kindern soll zu Beginn des neuen Jahres ausgeweitet werden. Pünktlich zum 1. Januar 2021 soll der Kinderzuschlag um 20 Euro erhöht werden. Dadurch steigt der Maximalbetrag, den Eltern mit geringem Einkommen bekommen können, von 185 Euro im Monat pro Kind auf 205 Euro im Monat pro Kind.

Hintergrund dieser Erhöhung des Kinderzuschlags ist, dass in dem im letzten Jahr verabschiedeten Starke-Familien-Gesetz festgelegt wurde, das monatliche sächliche Existenzminimum für Kinder regelmäßig anzupassen. Dieses Existenzminimum dient als Grundlage für den Kinderzuschlag.



Voraussetzungen für den Kinderzuschlag

In Deutschland ist der Anspruch auf Kinderzuschlag an den Kindergeldanspruch gekoppelt. Das bedeutet, nur wenn die Eltern auch einen Anspruch auf Kindergeld haben, können sie den Kinderzuschlag als Ergänzung beantragen. Weitere Voraussetzung für den Erhalt des Kinderzuschlags ist, dass das Einkommen der Eltern unter der Höchsteinkommensgrenze liegt. Die Höchsteinkommensgrenze wird anhand der Hartz-IV-Regelsätze und des Wohngelds, welches der Familie bei einem Bezug von Arbeitslosengeld II zustehen würde, festgelegt.

Mindesteinkommensgrenze beim Kinderzuschlag

Darüber hinaus müssen Eltern, die den Kindergeldzuschlag beantragen wollen, aber auch ein Mindesteinkommen vorweisen. Die Mindesteinkommensgrenze für Elternpaare liegt bei 900 Euro im Monat. Für Alleinerziehende beläuft sich die Mindesteinkommensgrenze auf 600 Euro im Monat.



Das hat zur Folge, dass Eltern die Hartz IV bzw. Arbeitslosengeld II bekommen, keinen Kindergeldzuschlag beantragen dürfen. Wenn Sie auf einfache Weise überprüfen wollen, ob Ihre Familie die Voraussetzungen für den Bezug des Kinderzuschlags erfüllt, können Sie den Kinderzuschlags-Check auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nutzen.

Mehr Unterstützung für Schulbedarf ab 2021

Kinder aus einkommensschwachen Familien können im Rahmen des Schulbedarfspakets auch zusätzlich finanzielle Unterstützung für die Anschaffung von Schulmaterialien bekommen. Auch die finanzielle Unterstützung durch das Schulbedarfspaket steigt im Jahr 2021. Der für den Kauf von Schulmaterialien, wie etwa Schulranzen, Sportzeug und Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien, zur Verfügung gestellte Betrag wird von 150 Euro auf 154,50 Euro erhöht. Zunächst wird ein Teilbetrag in Höhe von 51,50 Euro für das Anfang 2021 beginnende zweite Schulhalbjahr bereitgestellt. Den Rest von 103 Euro erhalten die Kinder für das darauf im Sommer 2021 folgende erste Schulhalbjahr.